Changho(ch), hoch, hoch

Changho(ch), hoch, hoch

Bericht: Wolfgang H.

Neuzugang führte glorreiche Fünfte noch zum Klassenerhalt. Eine Bilanz.

Sogar „Ich-fahr-noch S-Bahn“ – Werner gönnt sich einen Bambusschnaps. Es gibt etwas zu feiern beim Koreaner auf St. Pauli. Die fünfte Herren darf den Klassenerhalt in der 1. Kreisklasse aufgrund der besseren Spieldifferenz im Vergleich mit dem punktgleichen Drittletzten (SG Komet Blankenese-Osdorfer Born) begießen. Bei leckerem Essen gehen die Gedanken zurück an viele emotionale Momente einer intensiven Spielzeit.

Der 14. Januar 2019, ein trister Winterabend. Aufgrund einer Verletzung selbst nicht einsatzbereit, betrete
ich um 21.40 die Halle und blicke nur in enttäuschte Gesichter. Wir liegen bei Komet/Born 7:8 zurück, dann
geht auch noch das Schlussdoppel 0:3 verloren. Komet/Born hat damit in der Tabelle sieben Punkte
Vorsprung. Gute Nacht. „2. Kreisklasse macht auch Spaß“, sagt Kapitän Siedel.


16. Januar, Henning Salb von der Zweiten und ein mir unbekanntes Gesicht brettern sich im Training die Bälle um die Ohren. Der Neue stellt sich höflich vor. „Changho Moon, 48, Kaufmann aus Südkorea.“ Ein kluger Mensch – doch nicht etwa Christian? – beschließt, Changho für die Fünfte nachzumelden. Schließlich haben wir eine Lücke im Team, nachdem sich Uwe aus wichtigen Gründen eine Auszeit genommen hatte.


25. Januar, von jetzt an ist es mit der Höflichkeit am Tisch vorbei. Beim 9:3 über den Bahrenfelder TV III
debütiert Changho ungeschlagen. Wir haben die Revanche für das 7:9 im Hinspiel, als wir kläglich eine 7:2-
Führung in den Sand setzten.

8. Februar, das erste Ausrufezeichen. Bei Aufstiegsaspirant Blau-Weiß 96, dem ein Stammspieler fehlt,
gewinnen wir 9:6. Arci kämpft mit dem Rücken zur Wand, verletzt sich leicht, als er gegen besagte Wand
prallt, hält eisern durch, gewinnt 3:0. Parallel schlägt Christian den Schenefelder Spitzenspieler. Die nicht
einkalkulierten Zähler lassen uns von 5:4 auf 7:4 davonziehen.

15. Februar, das nächste Highlight. Die gegen uns stets hochmotivierten Blankeneser müssen sich im
Nettelhof 7:9 beugen. Christian und Changho sind erstmals Doppel 1 und bleiben das auch, zumal sie den
neunten Punkt holen.

1. März, schon wieder eine „Schlacht“. Jede zweite Partie gegen Wedel II geht über fünf Sätze. Am Ende
wirds besonders dramatisch: Will/Changho – Theus/Kruse 11:13, 11:7, 11:6, 11:13, 12:10. Jetzt sind wir
Komet/Born plötzlich ganz nah. Etwas Verdruss ruft aber das anschließende 7:9 bei SG Eidelstedt-Lurup
VII hervor. Gegen Komet/Born (8:8) waren die Eidelstedter nicht annähernd so stark besetzt wie gegen uns
angetreten. Christian hält den Ball flach. „Denkt an Schenefeld. Da hatten wir auch Glück, dass denen ein
Mann gefehlt hat.“

3. April, die Groß Flottbeker Spielvereinigung bringt die Saison gegen Komet/Born dankenswerterweise
seriös zuende (9:3). Das kennt man auch anders, Hut ab. Einen Tag später ziehen wir auf den letzten
Drücker mit einem 9:3 bei Absteiger „Wespe“ am Konkurrenten vorbei.
Bilanz: Changho spielt 10:3 und mit Christian 9:3. Ohne ihn wären wir noch nicht einmal in die Nähe der
Nichtabstiegsplätze gekommen – und auch nicht auf die Idee zum Team-Schlemmen beim Koreaner. Jens
(11:4) und Wolfgang (9:4) sind in der Rückrunde das beste untere Paarkreuz. Christian (7:14) scheiterte
mehrfach an seinen Nerven, holte aber ebenso wie Arci (8:12) „oben“ immer wieder wertvolle Punkte, wenn
keiner damit rechnete. Peter spielte solide (9:10), Werner und Andreas P. waren da, als wir sie brauchten.

Dank gebührt auch Philipp von der Sechsten, der als potentieller Debütant zum Spiel bei Wespe fuhr und
dann kurzfristig doch nicht zum Einsatz kam. Nicht zu vergessen Menne für die Unterstützung in sportlich
für ihn schwierigen Zeiten und Peter, der seinen Job als Mannschaftsführer wieder einmal vorbildlich
erledigte. Unser Respekt gilt den Sportkameraden der SG Komet Blankenese/SV Osdorfer Born, die häufig Ersatz aufbieten mussten.

Es ist ja nur 1. Kreisliga, es ist nur Hobby. Aber was war das wieder für eine herrliche Rückrunde.

 
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