Meistertitel für die 2. Damen

Geschrieben von Anne Hofmann
Wer hätte das noch nach der Frühjahrsserie gedacht? Da waren wir „nur“ Dritte.

Rellingen verließen wir mit einem sicheren 7:3, auch wenn Gudrun und ich gegen Baik-Stierl verloren, die sich aber immer mal wieder durch falsche Angaben auszeichnet. Mittlerweile haben wir uns angewöhnt, sie rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen. Immerhin soll das Match ja auch regelkonform sein und Spaß machen. Mein Einzelendstand: 1:1.
Die Schenefelder versuchen immer wieder, uns Gudrun auszuspannen. Aber liebe Schenefelder: Daraus wird nix! Mit einem eindeutigen 7:0 fuhren wir, OHNE mal ins kühlende Nass springen zu dürfen. Echt schade, wo ich doch so eine Wasserratte bin. Mein Einzelendstand: 1:0.
Zu Hause empfingen wir GW Harburg, für mich eine neue Mannschaft. Leider waren sie nur zu dritt, so dass Gudrun nicht einmal in den Genuss kam, zu spielen. Sowas müssen wir nächste Saison echt besser regeln. Manu und ich mussten uns im Doppel geschlagen geben, aber die Gegner Strobel/Becker blieben in dieser Serie mit 10:0 ungeschlagen. Mein Einzelendstand: 1:0.
Als wir nach Lokstedt mussten, tobte der Orkan „Christian“. Das war ein echt schwarzer Tag für mich und die Mannschaft. Auch wenn wir uns durch 5 Sätze in beiden Doppeln durchkämpften, gelangen uns letztlich nur 4 Punkte, darunter durch Manu (2:0), Maike (1:0) und auch Gudrun (1:0), die ebenfalls über 5 Runden ging. Mein Einzelendstand durch zwei technisch echt miese Einzel: 0:2. Schade, dabei wollte ich diese Saison zumindest ausgeglichen spielen.
Danach empfingen wir Wedel, von denen wir uns mit einem weiteren eindeutigen 7:0 trennten. Mein Einzelendstand demnach 1:0.
Die Eppendorfer verließen wir mit einem 7:1. Leider verlor ich mein Einzel gegen Stumpf. Endstand: 0:1.
Gegen die Eidelstedter mit dem ehemaligen Mitglied Andrea Bonny hatten wir es zu Hause echt nicht leicht. Während Gudrun und ich unsere Einzel verloren, holten Maike und Manu die Punkte. Bis zu den Schlussdoppeln wäre ein Unentschieden noch drin gewesen, leider haperte es bei meinem Schlussdoppel mit Manu. Somit unsere nächste Niederlage mit 5:7. Mein Einzelendstand: 0:2 .
In der Halle von SCALA (Alstertal-Langenhorn) musste ich mit ansehen, wie Manu ihr erstes und einziges Einzel der Serie gegen Vanessa Kupfer verlor, die aber auch hervorragend spielte. Die Spielbedingungen vor Ort waren für uns katastrophal. Die Halle hatte definitiv keine 15°C, was seit neuestem immerhin in den EDB steht, und der Boden war rutschig. Wir froren alle ganz schön und wer mich kennt, weiß, dass es dazu schon echt kalt sein muss. In meinem Einzel gegen die Noppespielerin Steinmeyer gewann ich leider nur einen Satz, nachdem man mir mitteilte, dass sie Noppe spielt. Leider spielte sie mir damit zu sehr auf die Rückhand, was ich definitiv noch üben muss. Mein Einzelendstand: 0:2.
Zuletzt empfingen wir noch Niendorf. Diesmal war es Gudrun und nicht ich, die ein Einzel abgab. Mein Endstand: 1:0.

Der Endstand der Hinserie:

Manu mit nur einem und Maike mit nur zwei verlorenen Einzeln führten die Staffel (Top1+2) an. Gudrun spielte mein angestrebtes Ausgeglichen mit 6:6 und ich dümpelte mit 5:8 weiter unten in der Liste herum. Im Doppel waren Maike und Gudrun mit lockeren 7:3 und Manu und ich mit 6:5 auch ganz weit vorne. Somit freuten wir uns durchaus über unseren 3. Platz.

Aber die Rückrunde sollte ja noch folgen.

Die Rellinger kamen in fast dergleichen Aufstellung wie in der Hinserie. Da war Kerstin Brandt verletzt und musste durch Christiane Huth ersetzt werden. Diesmal gewann Gudrun gegen Baik-Stierl und ich holte den Punkt gegen Brandt. Leider musste ich mich mit Manu wieder gegen Tietgen und Rohr im Doppel geschlagen geben. Manu: Da müssen wir was anders machen! Dennoch war der Einstieg in die Rückrunde wieder mit 7:1 siegreich und ich hatte meinen ersten Punkt 1:0.
Dann kamen die Schenefelder zu uns. Ich verlor mein Eingangsdoppel und mein erstes Einzel, gewann jedoch mein zweites Einzel. Aber Gudrun machte den Sack vorher schon zu, so dass mein Sieg nicht mehr zählte. Endstand: 7:2 und ich nur 0:1 (eigentlich 1:1). Naja, kann ja mal passieren.
An einem Donnerstag mussten wir nach Harburg. Ich war vorher noch im Chocoversum (nebenbei: das kann ich allen Schokoholikern wie mich durchaus empfehlen!). Mein Kakaokonsum war also immens an diesem Tag und wer mich kennt, weiß um die Folgen. J Ich schätze, das hielt bei meinem ersten Doppel noch an, denn diesmal konnten waren wir gegen Strobel und Becker siegreich (3:2). Yeah! Dann folgte irgendwann mein erstes Einzel gegen Elke Müller, was ich in frustrierenden 3 Sätzen verlor. In meinem zweiten Einzel gegen Petra Franke waren die ersten zwei Sätze auch schnell verloren. Trotz meiner Bemühungen wollte einfach nichts gelingen. Maike sah mir wohl an, wie es in meinem Kopf ratterte und gab mir den Tipp: „Mach doch mal deinen Kopf frei!“. Da ich generell immer mehr Taktiker war als ein intuitiver Spieler, war es gar nicht so leicht, diesen Ratschlag anzunehmen. Aber ich versuchte es. Bei jeder Angabe des Gegners atmete ich tief durch und ließ den Ball auf mich zukommen. Bei meinen Angaben, machte ich mir keinen Kopf, sondern machte einfach. Als ich dann diesen dritten und meinen ersten Satz gewann, fiel ich Maike dankend um den Hals. Die nächsten zwei Sätze folgten und ich gewann mein Einzel mit 3:2. Wahnsinn! Danke Maike! Noch auf der Heimfahrt war ich von diesem Triumpf wie euphorisiert in dem Glauben, ich hätte ja auch den entscheidenden Punkt zum Sieg erbracht. Zu Hause angekommen musste ich online feststellen, dass es Gudrun war, die vor mir schon den Sieg erlangte und somit mein Einzel gar nicht mehr zählte. Dieser Sieg bleibt mir natürlich in Erinnerung und sollte mein zukünftiges Spiel stark beeinflussen. Endstand: 7:2 und ich 0:1 (eigentlich 1:1).

Als die Lokstedter zu uns kamen, hoffte ich auf unseren Heimvorteil. Ich hatte ja auch „Christian“ und dem neuen Hallenboden in Lokstedt die Schuld an unserer Niederlage geben wollen. Diesmal waren sie bei uns. Leider kamen sie mit einer sehr starken Spielerin Birgit Gundel, die in der Hinserie fehlte und die gegen Manu und Maike gewann. Erstaunlicherweise gewann ich mein erstes Einzel. Dennoch mussten wir uns mit 3:7 geschlagen geben. So ein Pech aber auch. Sicher waren es die Lichter unserer Halle, die uns den Sieg nahmen. Irgendwem oder -was muss man ja schließlich die Schuld geben, oder?! Mein Einzelendstand: 1:1.

Eines Freitags mussten wir nach Wedel. Diese Halle hatte ich lange nicht mehr besucht und war darüber auch nicht traurig. Sie ist für meine Verhältnisse einfach zu klein. Glücklicherweise waren diese Mädels wenigstens in der Lage, mal frische Luft rein zu lassen. Wieder spielte ich gegen eine Noppespielerin (Dolshanskaya) und war ihr im 2. Satz, nachdem ich das mit der Noppe mitbekommen hatte, deutlich überlegen. Leider überzog ich mein Spiel und verlor dann doch noch mit 1:3. Zu früh gefreut. Mit der Zeit wird man ja klüger. Ich hoffe, das trifft auf mich auch mal zu. 😉 Dafür gewann ich mein zweites Einzel während Gudrun gegen diese Noppe ran musste. Gudrun hatte sichtlich Probleme, traute sich nicht so recht anzugreifen und verlor die ersten zwei Sätze. Ich riet ihr, einfach anzugreifen und versicherte, dass sie das schaffen könne. Gesagt getan! Im 5. Satz holte Gudrun ihren und damit auch unseren Sieg und wieder einmal war mein zweites, gewonnenes Einzel ungültig. So langsam häuften sich diese Vorfälle. Mittlerweile war es schon das dritte Mal, dass mein zweites Einzel, was ich dann gewann, dank Gudrun nicht mehr zählte. Versteht mich bitte nicht falsch, ich gönnte Gudrun jedes Mal ihren Sieg, ganz besonders diesen gegen die Noppe. Immerhin hatte ich ja auch Recht, dass sie das schafft und das reicht mir. Mein Einzelendstand: 0:1 (eigentlich 1:1).

Als wir Eppendorf empfingen, verlor ich wieder mein erstes Einzel und ich könnte schwören, dass ich das zweite gewann. Aber nach einem Endstand von 7:2 hätte das eh nicht mehr gezählt. Mein Einzelendstand: 0:1 (eigentlich 1:1).

Dann mussten wir nach Eidelstedt. Wir erkämpften uns beide Eingangsdoppel im 5. Satz. Ich musste diesmal sogar gegen Andrea Bonny ran und hatte sichtlich Bammel. Dennoch bin ich mit meinem Spiel zufrieden und zwar technisch und taktisch. Ich stehe nicht mehr so unter Druck, habe wieder meinen Spaß daran gefunden und bin jetzt sogar in der Lage, längere Ballwechsel zu spielen. Über solche Fortschritte kann ich mich immer freuen genauso wie über den einen Satz, den ich ihr abluchsen konnte. Gegen Maren Böthern verlor ich „nur“ im 5. Satz, das könnte daher in der nächsten Saison schon anders aussehen. Wartet es nur ab Ungläubige! Nach den Schlussdoppeln gingen wir mit einem Unentschieden und waren sichtlich erleichtert über den einen Punkt. Mein Endstand: 0:2 (aber gefühlt waren es Siege!).

Bei unserem vorletzten Spiel empfingen wir nun die Mädels von SCALA in unserer, warmen Halle und schickten sie mit nur 2 Punkten nach Hause. In diesem Punktspiel konnte ich das meines Erachtens beste Spiel von Manu beobachten. Der helle Wahnsinn, was die beiden sich da geliefert hatten. Schade, dass wir das nicht auf Video haben. Ich sollte die unbedingt wieder mitnehmen! Mein erstes Einzel gegen die Noppespielerin Steinmeyer (ich hatte sie ja auch schon in der Hinserie) war diesmal definitiv besser. Ein Satz ging klar an mich und bei den anderen fehlte nur das sprichwörtliche quäntchen Glück. Vielleicht kommt das ja in der nächsten Saison. Mein zweites Einzel gegen Anni Sieveke ging mit 3:0 klar an mich, aber Gudrun spielte ja noch auf der anderen Platte und somit wusste ich schon vorher, dass sie dieses Spiel gewinnen würde, auch nach dem 0:2 Rückstand. Es konnte ja immerhin das spielentscheidende Einzel werden und wie ich in der Rückserie mittlerweile mehrmals erfahren durfte, gewinnt sie dieses dann auch. Ich sollte mal wieder Recht behalten. Spielstand: 7:2 und ich 0:1 (eigentlich 1:1).

Unser letztes Spiel fand in Niendorf statt. Ich mag diese Halle (Sachsenweg), da habe ich Platz zum Spielen und erinnere mich immer gerne an die Turniere, an denen ich so gerne teilnehme. Da heißt es dann schon ganz automatisch: Umschalten auf Turniermodus; und so spielte ich dann auch. Soraya machte es mir im Einzel nicht einfach. Sie spielt einfach technisch sauber, auch wenn es mit der Rückhand noch hapert. Aber sie ist noch jung, mit etwas Training kann sie eine Top-Spielerin werden. Diesmal war ich sehr zufrieden, das Glück war auch mal auf meiner Seite. So konnte ich einen schnellen, langen Konterball in die weite Vorhand noch zurückkontern, ohne ihn eigentlich zu sehen. Keine Ahnung, wie ich das gemacht habe. Auch andere Topspins sollten an diesem Tag viel besser gelingen und die Ballwechsel waren auch mal wieder länger. Einfach ein schönes Spiel. So beendet man gerne seine Saison (Endstand 7:0). Mein Endstand: 1:0.

Durch unseren letzten Sieg eroberten wir uns noch den letzten Punkt zur Tabellenspitze. MEISTER!

Maike und Gudrun haben diese Serie gerade mal ein Doppel verloren und sind damit Tabellenzweiter. Bei Manu und mir hapert es momentan, obwohl ich technisch und spielerisch besser geworden bin, wollte es nicht so recht klappt. Ursache ist unbekannt. Nächste Saison wird das sicher wieder besser. Im Einzel ist Manu aber einfach unglaublich. Sie hat wieder nur ein Einzel verloren und Maike nur vier. Die beiden sind definitiv unsere Punktegaranten. Aber auch Gudrun darf ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Mit hervorragenden 12:4 beendet sie diese Serie. Tja und meine Bilanz. Man findet mich weiter unten, viel weiter unten in der Staffelliste (3:8). Aber wie ihr ja nun aus meinem Bericht erfahren konntet, ist meine „Dunkelziffer“ wesentlich höher.
Ich erwähne es hier gerne noch einmal. WIR SIND ERSTER, TABELLENFÜHRER und MEISTER!!!!

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