Blankenese I – SG GWR/TuS Osdorf III 4:9

Geschrieben von Christian Will
Ball hochwerfen!
Hand auf!
Nicht verdecken!
Finger gerade!
Du auch!
Mit Dir rede ich nicht!
Unsportlich!
Halt’s Maul!
Idiot!

Ich war spät dran. 19:10 Uhr, das schlechte Gewissen mach sich breit, zurecht, denn Maggi, Andreas, Andreas, Uwe, alle waren sie schon da und standen vor verschlossener Tür …
Ab 19:20 Uhr, immerhin 10 Minuten vor Spielbeginn, trudelten dann so langsam auch die Blankeneser Sportsfreunde ein. Ich kommentiere das mal nicht weiter …
Zum Spiel
Wir in stärkster Aufstellung, Blankenese ohne Nummer 2.
Die Doppel verliefen wieder gut für uns. Maggi und Andreas verloren zwar ihr erstes Doppel in dieser Halbserie, aber dafür spielten Andi und Uwe Traumbälle in Serie und Mark und ich diesmal mit ohne leichte Fehler und neuer mentaler Stärke. 2:1
Andreas schon wieder bärenstark! Rüschmann, weiß Gott kein schlechter Verteidiger, wurde 3:0 von der Platte gezogen, gestoppt, geschossen, geschickt …
Andi und Mark spielten beide gut. Es langte aber trotzdem nicht, so dass die Blankeneser zum 3:3 ausgleichen konnten.
So weit, so gut, aber jetzt wird es hektisch!
Das lag jetzt nicht nur an den drei Platten, an denen konstant parallel gespielt wurde, sondern hauptsächlich daran, dass von den folgenden 7 Spielen, wir 6 gewannen, davon 5 in 5 Sätzen und hiervon 3 widerum in der Verlängerung. Das hätte auch anders ausgehen können. Tat es aber nicht, denn wenn es so knapp ist, dann entscheiden eben die Kleinigkeiten, vor dem Spiel, neben dem Spiel und nach dem Spiel unter der Dusche und die stimmen bei uns zu 100%!
Klar, dass sich bei so einer Anhäufung von knappen und knappsten Spielen die ein oder andere Emotion schon mal ihren Weg nach außen bahnte. Verständlich und auch ein Teil unseres Sports, manchmal und gestern eben besonders.
Beim rituellem Abschlussbier in der gegnerischen Halle offenbarte dann Uwe, neben seinen unbestätigten Qualitäten als Anwalt, uns noch seine therapeutischen Weisheiten:
„Männer, es nützt nichts sich aufzuregen.“ Aha! Danke Uwe!
Noch lange saßen wir an dem Abend zusammen und diskutierten über Uwe’s Satz. So schön kann Tischtennis sein …

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