3. Regionale Ping-Pong-WM 2009

Geschrieben von Frank Evers und Annette Gronau

3. Regionale Ping-Pong-WM 2009

21er Sätze, 38mm Bälle, Brettchen-Pflicht (Noppe ohne Schwamm) und zeitgenössische Sportbekleidung. Eines unserer leichtesten Übungen. Annette und mir wurde schnell klar: das ist unsere Chance! Zumal im Training im Doppel noch gefühlt ungeschlagen, begann unsere intensive Vorbereitung auf die Doppelkonkurrenz.

3.PP1 3.PP3 3.PP2

Das erste Problem löste sich bereits am Vortag des Turniers. Annette entdeckte in der Garage einer Freundin tadellose Freizeit-Noppenschläger. Nach akribischer Sichtung, war das richtige Werkzeug schon mal gefunden. Schmutz und Staub wurden mit meiner Noppenbürste problemlos entfernt. Problem zwei: 38 mm Bälle. Da half nur trainieren. Das taten wir dann auch. Und zwar 10 Minuten vor Turnierbeginn. Waren die ersten Versuche noch etwas holperig, kamen schnell unglaubliche Ballwechsel zustande. Und auch mein Hexenschuss, geholt beim Kinderturnen, sollte uns dank Tabletten nicht im Wege stehen. Wir waren auf den Punkt in Topform – wer sollte uns schlagen?

Wir betrachteten die Einzel-Gruppenspiele nur zum Aufwärmen. Aus zwei riesigen Lautsprecherboxen dröhnte ununterbrochen modernes Liedgut und unterstützte so die Konzentration. Nach jedem Gruppenspiel wurde in der gemütlichen Wohnzimmerecke die Konkurrenz genau analysiert.

3.PP4 (640x553)

Vorrundenbilanz: Annette mit einem Sieg bei vier knappen Niederlagen, die Trostrunde war locker erreicht. Ich spielte mich nach zwei Unentschieden in einen Noppenrausch und gewann die letzte drei Gruppenspiele, das reichte für die Hauptrunde.

Jetzt die Doppelkonkurenz. Aber was für ein Lospech. Gleich ein vorweg-genommenes Endspiel gegen die Lokalmatadoren Ehlers/Barholz von SC Vo/Wacker 04 aus der 1.Noppenliga (siehe Foto).

3.PP6  3.PP5

 

Annette spielte nahezu fehlerfrei und brachte die Noppenriesen mehrfach an den Rande des Wahnsinns.

3.PP8 3.PP7

Vier Netzroller bescherten den Gegnern einen schmeichelhaften ersten Satzgewinn. Dann der 2.Satz, Spielstand 16:16 als Annette und ich den nächsten Spielzug durchgingen. Annette bestand auf Sicherheit und wenig Risiko. Ich stimmte erstmal zu, aber nur erstmal. Dann plötzlich diese Stimme im Ohr: „Greif den Aufschlag an, los mach schon!“. Hätte ich bloß nicht hingehört, denn der Ball verfehlte hauchdünn die Platte – wenn Blicke töten könnten. Dieses kurze ungläubige Staunen nutzten Ehlers/Barholz eiskalt aus. Auch mehrfaches Schlägerdrehen nützte nix mehr, 17:21 und aus die Maus.

Von diesem Schock noch gezeichnet, war dann auch ganz schnell im Einzel Schluss. In jeweils 2 Sätzen war dann für Annette und mich in Trost- und Hauptrunde Endstation. Aber wir ließen keinen Zweifel an uns aufkommen, denn wir hatten eine große Leistung gezeigt. Wir waren die Meister der Herzen und wir kommen wieder ….eventuell.

 

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